Maximilian Straßer (1862-1929)


Villa Barbara, Straßers Geschenk an Gunzenheim


Waldfriedhof, Straßersche Stiftung

Gunzenheim: Villa Barbara

Dorf

Wappen

Geschichte

Ortsplan

Kirche Villa Barbara Gunzenheimer Gump

Einen großartigen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde leistete der 1892 in die USA ausgewanderte Maximilian Straßer. In seinem Beruf als Bäcker bringt er es dort zu Ansehen und Reichtum, an dem er auch seine Heimatgemeinde immer wieder teilhaben lässt. So stiftet er nicht nur die beiden Deckengemälde für die Kirche, sondern lässt auch einen eigenen Friedhof mit Leichenhalle errichten, so dass die Verstorbenen nicht mehr in Mündling beerdigt werden müssen. Die parkartige Anlage macht diesen Friedhof zu den schönsten Dorffriedhöfen in weitem Umkreis. 

Die großzügigste Schenkung aber ist die testamentarisch verfügte Überlassung eines Grundstücks mit einer Villa, sowie 20 000 Dollar Barvermögen mit der Maßgabe, dass in Gunzenheim eine Pfarrstelle errichtet wird, wobei die Villa als Pfarrhaus und das Geld zur Besoldung des Priesters verwendet werden soll. 1929 wird der in Amerika verstorbene Wohltäter auf seinem Friedhof in Gunzenheim beerdigt und im November 1931 errichtet der Bischof von Eichstätt in Gunzenheim eine Expositur. Aber erst nach 15 Jahren - bedingt durch die politischen Verhältnisse und den Krieg - bezieht 1946 der heimatvertriebene Priester Franz Seidel als erster Pfarrer von Gunzenheim die Villa.1963 ermöglicht der sich abzeichnende Priestermangel keine weitere Besetzung mehr.

Quelle: 850 Jahre Klostergründung Kaisheim (Hrsg. Markt Kaisheim)