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Das
"Schloss" von Bergstetten
Die Baulichkeiten in ihrer jetzigen Form stammen vermutlich aus dem Ende
des 17. Jahrhunderts, als nach einem Blitzschlag im Jahre 1668, der
verheerende Brände ausgelöst hatte, die abgebrannten Gebäude wieder neu
errichtet wurden. In dieser Wiederaufbauphase ist neben der Kirche auch
der zweigeschossige Bau mit dem abgesetzten Walmdach entstanden, der
später als Schloss bezeichnet wurde, obgleich er nicht als solches
konzipiert war. Vermutlich war er als Unterkunft für die zeitweilig
anwesenden Patres und den Besuch des Abtes (die reichen Stuckverzierungen
in den Räumen lassen darauf schließen) und als architektonisches Pendant
zur Kirche entsprechend repräsentativ erstellt.
Unter Abt Cölestin Mermos wurde dieses Gebäude gründlich renoviert und im Stil der damaligen
Zeit ausgestaltet.
Darauf weisen zwei Medaillons an der Südostecke der Anlage hin mit der
Inschrift C.A.Z.K. (= Cölestin, Abt zu Kaisheim) 1739-1771 (= die
Regierungszeit des Abtes) und die römische Zahl MDCCLII (= 1752).
Wahrscheinlich erschien der Bau nach seiner Renovierung und Umgestaltung
so eindrucksvoll, dass ihn die Leute nun als Schloss titulierten, obwohl
er amtlich nicht so bezeichnet wurde.
Quelle:
Schlösser, Burgen, Klöster und Ruinen (Rudolf Braun)
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Blick vom Innenhof auf Schlösschen und
Wehrgang

Renovierung unter Abt
Cölestin I. Mermos (1752)
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