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Museum "Hinter Gittern": Willkomm und Abschied
Ausstellung:
Abteistraße 4, Kaisheim
Öffnungszeiten: 01.12. - 28.02. geschlossen
Mo. + Di. geschlossen, Mi. + Do:. 10:00 Uhr - 17:00 Uhr,
Fr.: 10:00 Uhr - 13:30 Uhr, Sa. + So. 10:00 Uhr - 16:00 Uhr
Die
Aufnahme des Gefangenen in die Anstalt
Noch am Anfang des 19. Jahrhunderts begann und endete eine
Gefängnisstrafe auch in Bayern mit Peitschenhieben. Diese Schläge
hießen „Willkomm" und „Abschied". Da der Gefangene bereuen
sollte, wurden ihm dabei seine Straftaten vorgelesen.
Im Lauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich ein Abnahmeverfahren, das
heute kaum anders aussieht. Der Gefangene musste gründlich baden und
wurde ärztlich untersucht. Haare und Bart wurden geschoren. Die
sogenannten Effekten des Häftlings, also seine Habseligkeiten und
Wertsachen, wurden ihm abgenommen und im Effektensack aufbewahrt.
Der
Gefangene erhielt die Sträflingskleidung und bekam eine Nummer
zugewiesen. Zuletzt wurde er dem Anstaltsleiter vorgestellt, der ihn mit
der Hausordnung vertraut machte. Danach brachte ein Aufsichtsbeamter den
Gefangenen in seine Zelle.
Noch
um 1800 durften viele Gefangene ihre eigene Kleidung während der Haft
tragen. Nur eine farbige Schürze oder Mütze kennzeichnete sie als
Sträflinge. Später setzte sich eine Bekleidung durch, die je nach Art
und Schwere der Strafe verschiedene Farben hatte.
Aus: "Hinter Gittern -
Strafvollzug in Bayern", JVA Kaisheim
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Häftlinge bei der Kleiderausgabe in der
Kleiderkammer des Zuchthauses Straubing, um 1925.

Szenerie in der Ausstellung "Hinter
Gittern"
Ausstellung
Abteistraße 4,
Kaisheim Öffnungszeiten
01.03. - 30.11.
tägl. außer Montag 10 - 17 Uhr
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