Schloss Leitheim: Festsaal

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Säkularisation

Schloss Leitheim heute

Die Säkularisierung des Freien Reichsstifts Kaisheim im Jahre 1802 riss Schloss Leitheim, wie viele andere kirchliche Anwesen auch, in einen Strudel von Umbruch und Auflösung.  Neuer Besitzer war das Kurfürstentum Bayern. Zunächst blieb das „Rekreationshaus" des Klosters in seiner Funktion erhalten und wurde dem letzten Abt Franz Xaver Müller neben seiner Abtswohnung in Kaisheim als Altersruhesitz zugewiesen. Erst mit seinem Tod 1817 wurde das Anwesen nutzlos. 

Das Königliche Rentamt in Kaisheim versuchte zunächst, das Schloss mit der Kirche und den angrenzenden Obstgärten von sieben Tagwerk zu verkaufen. Zu geringe Gebote sowie die Absicht der Käufer, Schloss und Kirche abzubrechen, ließen diese Versuche scheitern. Vor allen Dingen ein beherzter schriftlicher Einspruch an die Regierung in Augsburg durch einheimische Bauern vom 11. September 1818, die in erster Linie ihr Gotteshaus in Gefahr sahen, konnte unermesslichen Schaden abwenden. 

König Max I. Josef von Bayern veranlasste dann 1820 den Verkauf von Schloss und Kirche für viertausendeinhundert Gulden an seinen Oberstküchenmeister und späteren Obersthofmarschall Friedrich Ludwig Camill Marquis de Montperny.

Alle der Zisterze Kaisheim nach der Säkularisation im Jahre 1802 folgenden Eigentümer haben sich bemüht, Leitheim so zu bewahren, wie es im Jahre 1751 vollendet wurde. Lediglich Camill Graf von Montperny, der das Schloss 1820 erworben hatte, richtete damals einige Wohngemächer im Geschmack des Biedermeier neu ein. Nach umfassender Restaurierung, zeigen sich Schloss und Kirche heute, außen wie innen, in allen wesentlichen Teilen, in dem Glanz, der ihnen im Jahre 1751 geschenkt worden war.

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Altersruhesitz des letzten Kaisheimer Abtes (+ 1817)


1820: Verkauf durch König Max I. Josef von Bayern an ...


... seinen Oberstküchenmeister Marquis de Montperny