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Bau
des Schlosses Leitheim

Bild von 1791: Ansicht über das
Schloss hinweg bis nach Augsburg
Erstmalig wird im Jahre 1185 eine Kapelle erwähnt. 1427 wird sie von Abt
Leonhard Weinmayr erneuert, 1488 brennt sie vollständig ab. 1542
umgibt Abt Johannes VI. Sauer den Leitheimer Weinberg mit einer „eleganten
und festen Mauer" und errichtet ein prächtiges Haus, von dem aus man
„bei klarem Himmel die ganze kaiserliche Stadt Augsburg mit dem
herrlichsten Prospekt sehen kann".
1676 stellte Abt Hieronymus Winter (1674 -1681) den Weinberg nach den
Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges wieder her. Damals dürfte das
Weingärtnerhaus die Form erhalten haben, in der es heute noch besteht.
Der nachfolgende Abt Elias Götz ließ 1696 „die Kapelle in Leitheim
neu erbauen und mit Altären und Bildern schmücken; ebenso jenes reizende
Schlößchen". Die Kirche, abgesehen von einigen Ergänzungen im
Inneren, blieb seitdem unverändert.
1751 erhielt das Schloss eine zweite Etage. Abt Cölestin I. Mermos ließ
auf den ersten Stock des bestehenden Hauses „einen schönen Saal"
bauen. Die glänzende Ausstattung der Erweiterung mit geistreichen Fresken
und überschäumendem Stuck ist seinem Kunstsinn zu verdanken. Er
errichtete auch das malerisch bewegte, wappengeschmückte Tor.
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Bauherren:
Abt Elias Götz
(1681 - 1696) und Abt Coelestin I. Mermoos (1739 - 1771)

Kirche (links), Weingärtnerhaus (rechts) und Schloss (hinten)

Arkaden verbinden Kirche und Schloss
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