Das Kaisheimer Münster

Außenarchitektur

Grundriss

Innenausstattung

Hochaltar

Besonderheiten

Baugeschichte

Welch gut funktionierende Werkstatt das Kloster damals besaß, veranschaulicht eindrucksvoll der mächtige, schwarz- golden gefasste Hochaltar, der die gesamte Höhe und Breite des Chors einnimmt. Das Wappen über dem Hauptbild weist Abt Benedikt Hein eindeutig als Stifter aus und die Zahl 1673 zeigt das Jahr der Vollendung an.

Hinweise in den Archivalien und die traditionell guten Beziehungen Kaisheims zur Zisterzienserabtei Stams ließen den Schluss zu, dass nur der dort 1674 zum Stiftsbildhauer ernannte Andreas Thamasch für die Aufsicht über die Schreinerarbeiten und für die Ausführung der außergewöhnlich qualitätvollen und sehr individuell gestalteten Skulpturen verantwortlich gewesen sein kann.

Bereits im Jahr vor der Aufrichtung des Altars hatte Johann Pichler aus Fürstenfeldbruck, der 1673 das Augsburger Meisterrecht erhielt,  das riesige, figurenreiche Gemälde der Himmelfahrt Mariens, die von Bernhard von Clairvaux und anderen Ordensheiligen begleitet und von der Trinität im Auszug erwartet wird, mit seinem Namenszug versehen.

Mit der Vollendung des Hochaltars war die Tätigkeit von Thamasch, der sich 1671 mit dem drei Meter hohen Chorbogenkruzifix als Bildschnitzer bestens eingeführt hatte, für Kaisheim noch lange nicht abgeschlossen. 1677 entstand der wandfüllende, am bekrönenden Wappen von Abt Hieronymus Winter datierte Orgelprospekt und 1682 die überlebensgroße Josephsgruppe am südöstlichen Vierungspfeiler. Neben den genannten Werken werden Thamasch u. a. noch einige Einzelfiguren, darunter eine Maria, ein Evangelist Johannes und zwei Leuchterengel sowie ein Auferstehungschristus' zugeschrieben.

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Grundriss mit dem verschobenen südlichen Querhaus


Altarbild der Himmelfahrt Mariens