Das Kaisheimer Münster

Außenarchitektur

Grundriss

Innenausstattung

Hochaltar

Besonderheiten

Baugeschichte

Die bauliche Wirkung erfährt im Innern noch eine Steigerung. Französischen Kathedralen gleich stellt sich unwillkürlich der Eindruck von Weiträumigkeit ein, wird Großzügigkeit in allen Belangen spür- und erlebbar, vermischt mit einem für die süddeutsche Klosterlandschaft bezeichnenden Hang zur Repräsentation. 

Jeweils sieben rhombische Pfeiler, die ohne Kapitelle in weite spitzbogige Arkaden übergehen, trennen die acht querrechteckigen Joche des Mittelschiffs von den schmäleren Seitenschiffen. Die hohen Wände über den Bögen sind anfangs ungegliedert und bieten ausreichend Platz für grandios geschnitzte Bilderrahmen. Erst im oberen Drittel durchbrechen zu Zweiergruppen zusammengefasste Spitzbogenfenster die Flächigkeit der Mauern. 

Dazwischen steigen, ausgehend von Konsolen, die etwas unterhalb der Fensterzone sitzen und mit symbolischen Tierskulpturen oder Pflanzenornamenten verziert sind, halbrunde Dienste zu den Kreuzrippengewölben auf, deren tellerförmige, unterschiedlich große Schlusssteine figürliche Motive und Rosetten zeigen. 

In das westliche Joch ist eine geräumige Empore mit tonnenartig gewölbter Unterseite und seitlich vorgezogener Brüstung eingespannt, die um 1667 flächendeckend mit üppigen, aus Ranken, Früchten und Engeln bestehenden Stuckaturen überzogen wurde.

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Blick zur Orgelempore


Blick in den südlichen Chorumgang